Was ist eine Kreditkarte?

Bei einer Kreditkarte handelt es sich um ein Zahlungsmittel für Waren oder Dienstleistungen, welches weltweit eingesetzt werden kann. Hierbei ist die Nutzung sowohl im alltäglichen Privat- oder Geschäftsleben möglich, wie auch im Online-Geschäftsbereich. Da dem Nutzer der Karte ein vorübergehender Kredit von der ausgebenden Gesellschaft eingeräumt wird, nennt man diese Zahlungsmethodik der Karte Kreditkarte. In Europa gibt es vier verschiedene große Kreditkartenanbieter, die sich den Markt weitestgehend unter sich aufteilen: MasterCard, Visa, Diners und American Express. Die beiden Erstgenannten werden direkt von Bankinstituten – in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kreditkartenorganisationen – ausgegeben, die beiden Letztgenannten werden direkt von den Kartengesellschaften ausgestellt.

Die Geschichte der Kreditkarte

Bereits seit dem Jahr 1894 gibt es – zunächst nur in den USA – die Kreditkarte. Die ersten ausgebenden Stellen waren Hotels die diese an regelmäßige und gute Gäste ausgaben. Fast 30 Jahre später folgten dann auch Mineralölkonzerne und beinahe gleichzeitig große Kaufhausgesellschaften. Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs jedoch schlossen sich auch Restaurantketten und Fluggesellschaften an. Jedoch handelte es sich bei diesen Kundenkreditkarten um so genannte Spezialkreditkarten, die unternehmensabhängig waren. Die Universalkreditkarten, wie sie heute überall im Einsatz sind, wurden erst 1950 – durch Diners Club – ins Leben gerufen und durften seit dem überall dort angewandt werden, wo Geschäfte, Verkäufer, Restaurants etc. einen entsprechenden Akzeptanzvertrag mit den jeweiligen Anbietergesellschaften abgeschlossen hatten. Bereits 18 Monate nach Ausgabe der ersten Kreditkarte dieser Art, folgte von der Franklin National Bank auf Long Island die Zweite und seit dem nimmt der weltweite Siegeszug der Kreditkarte – sowohl was die unterschiedlichen Karten als auch die Nutzergemeinde betrifft – zu.

Unterschied der Kreditkartentypen

Seit Anfang der 50er Jahre unterscheidet man nun bei den Karten zwischen den Travel- & Entertainment-Kreditkarten – wie sie durch Diners Club ausgegeben wurden – und den Bankkreditkarten – wie sie durch die Franklin National Bank vertrieben wurden. Erstere sind von der Idee her vor Allem für Leute die privat oder geschäftlich viel reisen müssen und die Gelegenheit erhalten sollen weltweit bargeldlos zahlen zu können. Die Jahresgebühren dieser Karten sind vergleichsweise hoch und die Rückzahlung des Kredits wird sofort nach Erhalt der Monatsrechnung in voller Höhe fällig. Zweitere sind auf das Konsumkreditgeschäft ausgelegt und besitzen in den meisten Fällen einen so genannten revolvierenden Kredit. Dies bedeutet, der Gesamtbetrag muss nicht sofort nach Rechnungserhalt zurückgezahlt, sondern kann in Raten abgegolten werden. Für den offen stehenden Betrag berechnet die Bank dann jedoch Zinsen und heutzutage auch Versicherungsgebühren, die auf den ausstehenden Betrag aufgerechnet werden und ebenfalls zu tilgen sind. Diese Entwicklung der Revolving Card gab es zunächst nur im anglo-amerikanischen Raum. Auch in Deutschland waren Bank-Kreditkarten ähnlich den Travel- & Entertainment-Karten aufgebaut, doch seit einigen Jahren erfreuen sich hier auch die Revolving-Karten einer immer größeren Beliebtheit, da man mit diesen vermeintlich günstig und ohne einen extra Kredit aufnehmen zu müssen, größere Anschaffungen machen kann.

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